• Amadeus & Alex

München: Kreativ in der Not VII


Schauspieler und Musiker Ben Blaskovic (bekannt aus den Serien „Die Rosenheim-Cops“ und „Die Bergretter“) schreibt momentan viele neue Lieder und tut damit Gutes. Der 31-Jährige unterstützt über die Plattform Startnext mit seinem neuen Album „Home die wohltätige Organisation „Die Tafel. Außerdem war er bereits in den letzten Wochen in seiner Heimat Miesbach, in Rosenheim sowie in München unterwegs, um Lebensmittel an die Tafel zu spenden. Ben Blaskovic sagt zu seinen Beweggründen: „Aufgrund der aktuellen Situation bleibt uns allen nichts anderes übrig, als zu Hause zu bleiben. Genau das mache ich also auch und produziere im Heimstudio meine neue CD 'Home'. Damit es da nicht nur um mich geht, sondern wir gemeinsam etwas Gutes tun, möchte ich einen großen Teil der Startnext-Gelder an die Tafel spenden, die die finanzielle Unterstützung momentan prima brauchen können, um für Bedürftige notwendige Lebensmittel zu kaufen – da sie durch die Krise leider weniger von Supermärkten oder Restaurants beziehen können." Hier geht's direkt zur Aktion: https://www.startnext.com/home-album


Nie ohne!

Seit Anfang der Woche gilt in Bayern die Maskenpflicht beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Was aber tun, wenn die Dinger überall ausverkauft sind und ich keine habe? Dann ist die Gelegenheit gekommen, die Münchner Designerinnen und Designer zu unterstützen, die in den letzten Wochen im Akkord schicke Atemschutzmasken aus Stoff hergestellt haben. Wir denken da z.B. an Andrea „Wiesnhakerl“ Waldecker, die farbenfrohe Masken aus doppellagiger Baumwolle produziert hat, teils auch im Trachten-Look. Interessierte können die schönen Schutz-Utensilien nicht nur online (www.wiesnhakerl.de) bestellen, sondern auch im Meisterstück Haidhausen (Weißenburger Str. 16) einkaufen und dazu z.B. gleich ein Pulled-Pork-Sandwich und ein Craftbier mit nach Hause nehmen.

Wo es sonst noch selbst produzierte Masken gibt, hat die Redaktion von München-Portal hier zusammengestellt: Masken in München


Clubbing Digital

Wer das Nachtleben und die Clubkultur im Freistaat supporten will, ist bei „United We Stream Bayern“ richtig. Die Initiatoren zünden jetzt die zweite Stufe ihrer Livestream-Übertragungen im Netz und haben sich dazu den Radiosender egoFM mit an Bord geholt. Mehr als ein Dutzend Locations aus verschiedenen Regionen Bayerns öffnen ab dem Wochenende immer abends um 20 Uhr ihre virtuellen Türen und verbreiten ein zweistündiges Programm mit DJs aus dem elektronischen Bereich, Bands der Independent-Szene und Diskussionsrunden zur aktuellen Lage im Web. Interessierte User/innen können dank dieser Kooperation in den nächsten Wochen vorm heimischen Monitor kostenlos Acts wie Dapayk, Django 3000, Karotte, Matthias Tanzmann, Moodorama, Rainer Trüby oder Super Flu erleben. Gleichzeitig sind sie dazu aufgerufen, über den Kauf von virtuellen Getränken oder Merchandising-Artikeln zu spenden und damit die momentan arg gebeutelte Subkultur zu unterstützen. Mit den über die Plattform Startnext "Save Bavarian Club Culture" gesammelten Spenden soll in erster Linie unverschuldet in Not geratenen Clubs in der prekären Corona-Krise geholfen werden.



Per Stream aufs Sofa

Die im März ins Leben gerufene Münchner Initiative Kulturretter hat einen Fond für kleine Theater, Clubs, Kleinkünstler, aber auch freiberufliche Techniker und Tourmanager auf die Beine gestellt. Dreh- und Angelpunkt der Aktion sind täglichen kostenlosen Livestreams, die von Wohnzimmer-Konzerten über Lesungen bis zu kleinen Theaterstücken reichen. Aktuell können sich noch Künstler und Bands melden, die gerne ihren Beitrag dazu leisten würden. Parallel zu den Streams haben interessierte Kulturfans die Möglichkeit, über www.kulturretter.de direkt zu spenden oder gebrandete Unterstützer-Artikel zu erwerben. Die Palette reicht hier vom hauseigenen Gin bis zur Bandana, die zur Not auch mal als Schutzmaske eingesetzt werden kann. Das große Ziel der Spendenaktion: 100.000 Euro zusammenzubekommen. Erfreulich: Über 50.000 Euro sind inzwischen schon im Topf.


The Duke versus Covid-19

„Wir haben vor einigen Wochen die ersten Anfragen von Apotheken nach Ethanol für die Herstellung von Desinfektionsmittel erhalten“, erklärt The Duke-Gründer Maximilian von Pückler, „Als Destillerie unterscheidet uns zu einer Brennerei, dass wir Ethanol als Grundlage für unsere Produkte beziehen und diesen nicht selbst produzieren – darum haben wir uns entschlossen die Produktion umzustellen und die Apotheker aktiv zu unterstützen.“ Immerhin sind heute 25 Mitarbeiter für das 2008 gegründete Münchner Label tätig. Seit mittlerweile vier Wochen stellen die Destillateure aus dem Ethanol nicht nur die bekannten Spirituosen her, sondern beliefern mittlerweile rund 70 Apotheken aus dem Großraum München bis nach Kassel und Berlin.

Nichts desto trotz empfehlen wir für den Hausgebrauch den klassischen Duke mit einem gut gekühlten Tonic, Eiswürfeln und einem Zitronen-Schlitz.

The Duke Destillerie, Feldkirchner Str. 1, Aschheim


Substanzieller Wahnsinn!!!

Da will man gemütlich seinen 30. Geburtstag feiern und so ein saudummer Virus versaut einem die Party. Nichts mit Jubiläumsjahr. Stattdessen Tristesse pur und zugesperrt. „Wir hatten so ein tolles Programm zusammengestellt, vom Poetry Slam bis zu den Livekonzerten, aber letztendlich mussten wir alles absagen“, sagt Substanz-Chef Jürgen Franke. Aber die Not macht bekannter Weise erfinderisch und so hat er mit tatkräftiger Unterstützung seines Teams die "Start Next"-Kampagne „Substanzieller Wahnsinn“ gestartet. Mit an Bord sind aber auch all die KünstlerInnen und VeranstalterInnen vergangener und zukünftiger Events, die das Substanz als ein Stück Münchner Subkultur auf jeden Fall bewahren wollen. Denn die Corona-Zeit ist hart, der Sommer bringt die gewohnten Umsatzeinbußen, aber der Ausfall der Wiesn, ist ein weiterer Tiefschlag. Auf alle Unterstützer der Kampagne „Substanzieller Wahnsinn“ warten spezielle Angebote vom limitierte Substanz-Willy-Becher bis hin zum Getränke-Gutschein.

Substanz, Ruppertstr. 28, Isarvorstadt


Balla Balla oder Beat Balla Balla

Nix mit Live! Also raus aus der Garage, drauf auf den Sampler. Mit der neuen Online-Plattform beatballaballa.com bekommen Münchner Bands eine Chance ihre Musik einer größeren Community vorzustellen. Oder besser gesagt: „Sammelstelle u. Arbeitsplattform zur Veröffentlichung einer selbst-kuratierten (DIY) Musikkompilation mit einem angekündigten Bezahlmodell für die Bands und jedenfalls eine auf Publikum und Teilhabe basierende Struktur.” So steht’s jedenfalls geschrieben. Bands wie Bluekilla, Fräulein Rottenmaier oder auch Fuck Yeah sind bereits mit an Bord.

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​© 2020 Amadeus Danesitz/Alexander Wulkow. Erstellt mit Wix.com.